«Jurte» das Symbol von Kirgisistan

Woher kommt das Wort „Jurte“?

«Jurte» ist die Wiege des Nomadenlebens. Diese Wohnform hat tiefe Wurzeln. Der Name der Behausung „Jurte“ kam in die russische Sprache aus dem Türkischen «Jurte». Früher wurde dieser Name als „Menschen“ übersetzt, später begannen sie es als das Haus der Nomaden, Weiden und sogar Ahnenländer zu nennen. In der kirgisischen Sprache gibt es das Wort „Ata-Zhurt“ – Vaterland oder Heimat, aber wörtlich übersetzt wird dieser Ausdruck als „Vaterhaus“. Die meisten Forscher datieren die Erfindung der Jurte in die Mitte des ersten Jahrtausends n. Chr. NS. Seitdem hat sich die Jurte unter Nomaden von Ostasien bis Osteuropa verbreitet und andere Arten mobiler Behausungen verdrängt. Die ältesten Darstellungen einer Jurte sind auf einem japanischen Lackbecher aus der Stadt Nara (Mitte des 8. Jahrhunderts) erhalten. Auf dem Lackbecher sieht man den von außen mit Matten belegten Gitterrahmen der Jurte. Die meisten Leute, die Kirgisistan besucht haben, interessieren sich für die folgende Frage: „Warum ist die Jurte rund?“ Die Forscher erklären, dass die Nomaden, die in den Steppen lebten, haben die runde Form gewählt, weil die runde Form bei starkem Wind stabil bleibt. Die kirgisische Jurte war eine Art Behausung, die einem Sturm oder einem Hurrikan standhielt.

Interessante Tatsache über die „Kirgisische Jurte“

Heute gehen viele davon aus, dass Nomaden in der Antike als eine große Familie in einer Jurte lebten. Tatsächlich lebten einige Mitglieder der durchschnittlichen Familie in separaten „Jurten“. So wurde beispielsweise für erwachsene Söhne eine eigene Jurte errichtet, die Bräute ins Haus brachte. Auch die erste, zweite und dritte Ehefrau des Nomadenvolkes hatten ihren eigenen Wohnraum.

Jurten-Arten in Kirgistan

Die kirgisische „Jurte“ ist ursprünglich, obwohl ihr Design viel mit dem Jurtenbau anderer nomadischer und halbnomadischer Völker Zentralasiens und Kasachstans, Südsibiriens und der Mongolen gemein hat. Auch die Anordnung der Jurte ist bei Türken und Mongolen unterschiedlich. Kasachische und turkmenische Jurten haben zweiflügelige Holztüren. In kasachischen und kirgisischen Jurten wird oft ein Filzbaldachin anstelle einer Holztür verwendet, aber die kirgisische „Jurte“ unterscheidet sich von allen anderen. Der Hauptunterschied liegt in der Form der Kuppel. Im Norden Kirgisistans (mit Ausnahme des Talas-Tals) nähert sich die Kuppelform der Jurte kegelförmig an. Im Süden Kirgisistans, in den Tälern Talas und Chatkal, ist die Kuppel aufgrund der stärkeren Krümmung des unteren Teils der Kuppelstangen flacher und halbkugelförmig.

Die Besonderheit der kirgisischen Jurte

„Jurte“ ist in mehrere Arten von Räumlichkeiten unterteilt, ein Raum zum Kochen, ein Raum für Gäste oder Menschen, die von weit her angereist sind. In der fernen Vergangenheit konnte eine „Jurte“ zwei bis acht Personen beherbergen. Die Hauptmitglieder der Familie errichteten für ihre verheirateten Söhne eine eigene „Jurte“. „Jurte“ ist eine mobile Architektur, bequem, weil die Größe der „Jurte“ jederzeit vergrößert werden kann, und dies ist möglich durch Gitterfaltwände namens „Kerege“. Die Besonderheit der kirgisischen Jurte besteht darin, dass man die Beleuchtung und Belüftung einfach anpassen kann. Der Rauch kommt durch das „Tundyuk“ – ein Loch in der Mitte der Kuppel, ohne den Raum zu füllen. Es dient auch tagsüber zur Beleuchtung und nachts lässt es sich leicht abdecken (einfach am Lasso ziehen), wodurch man sich warmhalten kann. Bei heißem Wetter können die Seitenfilze angehoben werden; in diesem Fall wird die Jurte von beiden Seiten durch die Gitterwände (Kerege) leicht belüftet, sodass die Leute in einem kühlen, luftigen Schatten sitzen können.

 

Tabu und Etikette in der kirgisischen Jurte

Mit der Jurte ist eine strenge Etikette verbunden. Der Reiter soll zum Beispiel von hinten zur Jurte fahren. Es ist einem Gast verboten, die Jurte mit einer Peitsche in der Hand oder beispielsweise mit vollem Mund zu betreten. Wer die Jurte betritt, muss unbedingt das Essen darin probieren. Sie können in einer Jurte nicht mit dem Rücken auf irgendetwas sitzen, da dies die Haltung eines Kranken ist, und es wird nicht empfohlen, die Beine nach vorne zu hocken oder zu strecken.

„Jurte“ ist eine stilvolle und komfortable Wohnung

Jetzt wird die Behausung von Nomadenvölkern – „Jurte“ – zum Objekt der erhöhten Aufmerksamkeit von Ausländern. Mobilität, Umweltfreundlichkeit, Benutzerfreundlichkeit und einzigartiges Design – all diese Eigenschaften heben die Jurte von anderen Designlösungen und Optionen für tragbare Häuser ab.